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Hilfe & FAQ

Antworten auf häufige Fragen und ein Glossar der wichtigsten Fachbegriffe. Nicht fündig geworden?

Erste Schritte

  1. Zugang anfragen oder Einladung annehmen, Konto anlegen und E-Mail-Adresse bestätigen
  2. Unternehmen einrichten: Adresse, Steuernummer, Bankverbindung, Logo
  3. Kunden und Produkte anlegen (oder direkt im Beleg eintippen)
  4. Erste Rechnung schreiben, abschließen und versenden
  5. Zahlungseingang zuordnen – fertig

Häufige Fragen

Wie erstelle ich meine erste Rechnung?
Nach der Registrierung richten Sie Ihr Unternehmen ein (Adresse, Steuernummer, Bankverbindung). Dann: Rechnungen → „Rechnung erstellen“, Kunde wählen oder Anschrift eintippen, Positionen erfassen, „Speichern & abschließen“. Beim Abschließen wird die Rechnungsnummer vergeben; danach versenden Sie die PDF per E-Mail.
Wie ändere ich eine abgeschlossene Rechnung?
Als Inhaber öffnen Sie sie über „Bearbeiten“ wieder: Die Nummer bleibt, die frühere Fassung wird aufbewahrt, und die korrigierte Fassung senden Sie erneut. Gesperrt ist das, sobald eine Zahlung erfasst oder die Rechnung storniert ist. Oder Sie wählen unter „Mehr“ den Punkt „Rechnung berichtigen“: projectxy erstellt eine Stornogutschrift und einen neuen Rechnungsentwurf mit gleichem Inhalt, den Sie korrigieren und abschließen.
Welche Angaben muss eine Rechnung enthalten?
Name und Anschrift von Ihnen und dem Kunden, Ihre Steuernummer oder USt-IdNr., Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Leistungsdatum oder -zeitraum, Menge und Art der Leistung, Entgelt nach Steuersätzen samt vereinbarter Minderung wie Skonto, Steuersatz und Steuerbetrag (oder der Hinweis auf § 19 UStG oder auf eine Steuerbefreiung). projectxy setzt Ihre Angaben an die vorgesehene Stelle; der Rechnungs-Check zeigt vor dem Abschließen die wichtigsten fehlenden Angaben.
In welchen Sprachen kann ich Belege erstellen?
Die Oberfläche gibt es in 12 Sprachen, Belege in Deutsch, Türkçe, Русский, English, Polski, Română, Українська, Shqip, Italiano, Hrvatski, Български, ქართული. Die Sprache der Oberfläche wählen Sie im Menü, die Belegsprache legen Sie je Kunde oder je Beleg fest – Standardtexte, Datums- und Zahlenformate passen sich an.
Wie funktioniert der Bankabgleich?
Exportieren Sie Ihre Umsätze im Online-Banking als CSV und laden Sie die Datei unter Zahlungen → Bankabgleich hoch. projectxy erkennt Rechnungsnummern im Verwendungszweck und schlägt die passende Rechnung vor. Zugangsdaten zu Ihrer Bank werden nicht benötigt.
Was ist eine E-Rechnung und brauche ich sie?
Eine E-Rechnung ist eine XML-Datei nach dem Standard EN 16931 (in Deutschland XRechnung; ZUGFeRD kombiniert PDF und XML). Behörden verlangen XRechnung; seit 2025 müssen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. projectxy erzeugt XRechnung-Dateien und liest eingehende E-Rechnungen ein.
Kann meine Steuerberatung auf die Daten zugreifen?
Ja, in den Paketen Business und Team – laden Sie sie mit der Rolle „Buchhaltung“ ein. Sie sieht Belege, Kontakte, Zahlungen und Auswertungen, darf exportieren, aber nichts ändern. Alternativ übergeben Sie das Steuerberater-Paket (ZIP) je Quartal oder Jahr.
Ersetzt projectxy meine Buchhaltung oder Steuererklärung?
Nein. projectxy ist eine Rechnungs- und vorbereitende Buchhaltungslösung: Es sammelt Einnahmen, Ausgaben und Belege und wertet sie aus. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung, EÜR oder Bilanz erstellen Sie bzw. Ihre Steuerberatung auf dieser Grundlage.
Wie sicher sind meine Daten?
Verschlüsselte Verbindung, Zwei-Faktor-Anmeldung, Sperre nach Fehlversuchen, Protokoll wichtiger Vorgänge, strikte Trennung der Unternehmenskonten und regelmäßige Sicherungen. Details stehen in der Datenschutzerklärung und im AV-Vertrag.
Wie lange muss ich Rechnungen aufbewahren?
Seit 2025 gelten in Deutschland 8 Jahre für Rechnungen und Buchungsbelege und 10 Jahre für Bücher, Inventare und Jahresabschlüsse. Exportieren Sie regelmäßig ein Steuerberater-Paket und bewahren Sie es zusätzlich lokal auf.

Glossar

Diese Erklärungen erscheinen auch in der Anwendung hinter dem ?-Symbol.

USt-IdNr. (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer)
Eine Nummer für Geschäfte innerhalb der EU, z. B. DE123456789. Sie beantragen sie beim Bundeszentralamt für Steuern. Für rein deutsche Kunden genügt die Steuernummer.
Reverse Charge (Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers)
Bei bestimmten Leistungen an Firmen im EU-Ausland weisen Sie keine Umsatzsteuer aus – der Kunde versteuert die Leistung selbst. Auf die Rechnung gehört dann ein entsprechender Hinweis.
Steuerbehandlung (Reverse Charge, EU, Drittland)
Je Beleg: Regelbesteuerung mit Umsatzsteuer, Reverse Charge für Leistungen an Unternehmen im EU-Ausland oder bestimmte Inlandsfälle (§ 13b UStG), steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung (§ 4 Nr. 1b UStG) oder Ausfuhr in ein Drittland (§ 4 Nr. 1a UStG). Ohne Umsatzsteuer setzt projectxy den Pflichthinweis und die USt-IdNr. des Kunden auf den Beleg; EU-Umsätze erscheinen in der Zusammenfassenden Meldung unter Auswertung.
ZUGFeRD
Ein PDF, in dem die Rechnungsdaten zusätzlich maschinenlesbar mitgeliefert werden. Der Empfänger sieht ein normales PDF, seine Software kann die Daten aber direkt einlesen.
Steuersatz
Der Prozentsatz der Umsatzsteuer auf eine Position. Meist 19 %, ermäßigt 7 % (z. B. Bücher, Lebensmittel), 0 % bei steuerfreien Leistungen.
Netto / Brutto
Netto ist der Preis ohne Umsatzsteuer, Brutto der Preis inklusive Umsatzsteuer – also das, was der Kunde tatsächlich bezahlt.
Umsatzsteuer (USt.)
Die Steuer, die Sie auf Ihre Leistungen aufschlagen und ans Finanzamt abführen. In Deutschland meist 19 %, für bestimmte Leistungen 7 %.
Vorsteuer
Die Umsatzsteuer, die Sie selbst auf Einkäufe bezahlt haben. Sie können sie mit der eingenommenen Umsatzsteuer verrechnen (USt.-Zahllast).
Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG)
Wer unter bestimmten Umsatzgrenzen bleibt, darf auf die Umsatzsteuer verzichten. Dann darf auf Rechnungen keine USt. ausgewiesen werden – projectxy setzt den Pflichthinweis automatisch.
Kleinunternehmergrenze (§ 19 Abs. 1 UStG)
Seit 2025: Kleinunternehmer ist, wer im Vorjahr höchstens 25.000 € Gesamtumsatz hatte und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet. Wird die 100.000 € überschritten, endet die Regelung sofort – der überschreitende Umsatz ist steuerpflichtig, frühere Umsätze bleiben steuerfrei. Gezählt wird nach Zahlungseingang, ohne Umsatzsteuer; steuerfreie Umsätze nach § 4 Nr. 8 ff. UStG zählen nicht mit und wären abzuziehen. Im Gründungsjahr gilt die Grenze von 25.000 € für das laufende Jahr. Die Ampel in der Auswertung ersetzt keine Steuerberatung.
Leistungsdatum / Leistungszeitraum
Der Tag oder Zeitraum, in dem die Leistung erbracht wurde. Eine Pflichtangabe auf Rechnungen – bei Monatsleistungen z. B. „01.08. – 31.08.“.
Fälligkeit
Der Tag, bis zu dem der Kunde bezahlen soll. Danach ist die Rechnung überfällig und kann gemahnt werden.
Kalkulation (intern)
Ihre geplanten Kosten zu einem Angebot oder einer Rechnung: eigene Stunden, Material, Fremdleistungen, Fahrt. Nur intern sichtbar – nie auf Belegen, in Exporten oder in der Suche.
Geplanter Überschuss
Nettopreis minus geplante Kosten inklusive Risikopuffer. Eine Planungsgröße für Preisentscheidungen – kein realisierter Gewinn, da Steuern, Gemeinkosten und Zahlungsausfälle fehlen.
Abrechnungsplan
Der Plan, was zu einem Vertrag wann abgerechnet werden soll (Pauschalen je Zeitraum, Meilensteine, Freigaben). Fehlt zu einem fälligen Zeitraum die Rechnung, erscheint ein Prüfhinweis – Rechnungen entstehen nur auf Ihren Klick.
Automatisierungs-Modi
Vorschau zeigt nur, was passieren würde. Beobachten legt Vorschläge zur Freigabe ab. Aktiv erstellt Mahnungen automatisch (ohne Versand). Ein zentraler Schalter pausiert alles.
Skonto
Ein Preisnachlass, wenn der Kunde besonders schnell zahlt – z. B. 2 % bei Zahlung innerhalb von 7 Tagen.
Abschlagsrechnungen
Eine Abschlagsrechnung ist eine vollwertige Rechnung über einen Teilbetrag. In der Schlussrechnung desselben Auftrags wird sie wieder abgesetzt.
Gutschrift / Stornorechnung
Eine Gutschrift (Stornorechnung) hebt eine abgeschlossene Rechnung ganz oder teilweise auf – danach kann eine neue, richtige Rechnung erstellt werden.
Mahnstufen
Zahlungserinnerung, 1. Mahnung, 2. Mahnung: Jede Stufe hat eigenen Text, Frist und Gebühr. Mahngebühren dürfen nur den tatsächlich entstandenen Verzugsschaden abbilden, etwa Porto – nicht die eigene Arbeitszeit.
GiroCode
Ein QR-Code auf der Rechnung, den Kunden mit der Banking-App scannen. IBAN, Betrag und Verwendungszweck werden automatisch übernommen.
E-Rechnung / XRechnung
Eine Rechnung als strukturierte XML-Datei nach dem europäischen Standard EN 16931. Behörden in Deutschland verlangen die XRechnung; seit 2025 müssen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können.
Leitweg-ID
Eine Kennung öffentlicher Auftraggeber in Deutschland. Sie wird als Käuferreferenz in der XRechnung benötigt.
Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
Eine vereinfachte Gewinnermittlung nach dem Zuflussprinzip (§ 11 EStG): Einnahmen zählen, wenn das Geld eingeht, Ausgaben, wenn sie bezahlt sind. In projectxy entspricht ihr die Auswertung nach Zahlung – eine Vorbereitung dafür, keine Steuererklärung.
Ergebnis nach Rechnungsdatum (Soll)
Einnahmen zählen mit dem Datum der Rechnung, auch solange sie nicht bezahlt ist. Das ist nicht die steuerliche EÜR: Sie rechnet nach dem Zahlungszeitpunkt (§ 11 EStG). Dafür gibt es in der Auswertung die Sicht nach Zahlung.
Ist-Versteuerung (§ 20 UStG)
Mit Genehmigung des Finanzamts schulden Sie die Umsatzsteuer erst, wenn das Geld eingeht, nicht schon mit der Rechnung. Ist das hier gesetzt, zeigen Auswertung und Übersicht zuerst die Sicht nach Zahlung. Auf Ihre Belege wirkt sich die Einstellung nicht aus.
Voranmeldungszeitraum
Wie oft Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben (§ 18 Abs. 2 UStG): vierteljährlich ist die Regel, monatlich bei mehr als 9.000 € Zahllast im Vorjahr oder in den ersten zwei Jahren nach Gründung. Das Finanzamt teilt Ihnen den Zeitraum mit. Abgabe bis zum 10. Tag nach Ablauf des Zeitraums.
Anlage EÜR (Vorbereitung)
Die Zeilen der Anlage EÜR mit den Beträgen aus projectxy – Einnahmen nach Zahlungseingang, bezahlte Ausgaben nach ihrer Kategorie. Abschreibungen, Personal, Fahrzeugkosten und Zahlungen an das Finanzamt kennt projectxy nicht; die ergänzen Sie in ELSTER oder mit Ihrer Steuerberatung.
Offene Posten
Alle Rechnungen, die noch nicht (vollständig) bezahlt sind.
USt.-Zahllast
Eingenommene Umsatzsteuer minus gezahlte Vorsteuer – der Betrag, der ans Finanzamt geht (oder erstattet wird).